Awareness bedeutet Bewusstsein für einen achtsamen und respektvollen Umgang miteinander und gemeinsames Engagement, damit sich im Mättelipark alle möglichst wohl und akzeptiert fühlen können. Wir wissen, dass vor allem Menschen mit struktureller Diskriminierungserfahrung immer wieder Grenzüberschreitungen erleben oder Menschen betroffen sind von sexualisierter Gewalt, gerade an einem grossen Fest wie der Badenfahrt. 

Wir wollen unterstützen.

Fühlst du dich unwohl? Bist du betroffen von Diskriminierung oder sexualisierter Gewalt? Wurden deine Grenzen nicht respektiert? Melde dich bei unserem Awareness-Team oder an der Anlaufstelle. Du erkennst uns an den weissen Westen mit orangefarbenem Awareness-Logo. Wir nehmen dich ernst, begleiten und unterstützen dich.

Wir wollen sensibilisieren.

Damit sich im Mätteli alle möglichst wohl fühlen können und wir einen diskriminierungs-sensiblen Ort erreichen und Grenzüberschreitungen minimieren können, frage dich immer wieder:

  • wie begegne ich meinen Mitmenschen?
    Wenn viele unterschiedliche Menschen aufeinandertreffen, ist das Bewusstsein für die eigene soziale Position in der Gesellschaft essentiell, damit wir das Ziel eines sichereren und diskriminierungsärmeren Raum erreichen. Diskriminierung aufgrund von nationaler, ethnischer und sozialer Herkunft, Geschlecht, Geschlechtsidentität, Sexualität, Alter, Aussehen und Körper, Religion oder einer Behinderung sind keine individuellen Einzelfälle, sondern Bestandteile gesellschaftlicher Machtstrukturen und tolerieren wir nicht. Reflektiere dein Verhalten und deine Privilegien.

  • fälle ich Urteile oder treffe ich Annahmen zu kulturellem Hintergrund, Aussehen und Körper, Geschlechtsidentität oder sexueller Orientierung meiner Mitmenschen?
    Vorurteile und Stereotype sind eng verbunden mit Diskriminierung und müssen aktiv verlernt werden.

  • konsumiere ich Rauschmittel verantwortungsvoll?
    Kenne deine eigenen Grenzen, damit du die Grenzen deiner Mitmenschen noch respektieren kannst, denn der Konsum verändert dein Verhalten und deine Wahrnehmung. 

  • frage ich nach Konsens?
    Nur ja heisst ja, alles andere bedeutet nein! Persönliche, psychische und physische Grenzen sind individuell. Respektiere diese und frag lieber einmal mehr nach. 

  • achte ich darauf, was um mich herum passiert?
    Schau hin und sprich an!

  • und bin ich mir gleichzeitig bewusst, wieviel Raum ich einnehme und wie das auf meine Mitmenschen wirkt?
    Vor allem Menschen mit strukturellen Diskriminierungserfahrungen (u.a. Rassismus, Homo- und Transfeindlichkeit, Sexismus, Ableismus…) können sich nicht immer selbstverständlich im öffentlichen Raum bewegen und sich dabei sicher und wohl fühlen. Ein Bewusstsein dafür ist wichtig, um dem entgegenzuwirken.

Hier findest du ein Glossar mit Awareness-Begriffen: awareness-akademie.de/glossar